Die Glocke
Ob von Beginn an eine Glocke zum Gottesdienst rief, ist nicht überliefert.
Im Jahe 1892 oder 1893 wurde die Stahlglocke im Dachreiter aufgehängt. Diese wurde 1892 vom „Bochumer Verein“ gegossen. Über die Glocke schrieb Pfarrer Schorn 1901 in seiner Chronik, dass „deren Klang jedoch wenig kirchliches in sich trägt“. So klang die Stahlglocke von 1892:
Bei der regelmäßigen Wartung wurde Anfang 2025 Rostbefall an der Aufhängung der Glocke festgestellt. Akute Gefahr eines Absturzes bestand zwar nicht, aber dennoch sollte zeitnah eine neue Glocke beschafft werden.
Bereits im Sommer 2025 konnten wir eine gebrauchte Bronzeglocke erwerben. Die Glocke (Ton: e, Aufschrift: „Gott zur Ehre“) stammt offenbar aus der Kapelle in Riepsdorf bei Cismar nahe Grömitz (Ostsee). Die Kapelle wurde 1968 im Rahmen des landeskirchlichen Kapellenbauprogramms errichtet, zum 01.02.2021 entwidmet und an einen Riepsdorfer Bürger verkauft. Am 23.01.2021 läutete die Glocke dort zum letzten Mal.
Danach taucht die Glocke im September 2021 im Hamburger Thalia-Theater bei der Aufführung von Dostojewskis Stück „Der Idiot“ (Premiere: 4.9.2021; Dauer: 4 Std. 20 min. mit Pause; alle 9 Schauspieler*innen - und wohl auch die Glocke - waren dauerhaft auf der Bühne präsent!) wieder auf.
Am 16. März 2026 war es dann soweit - die Kirchenglocke wurde ausgetauscht.
Jetzt kann wieder unbeschwert zu Gottesdiensten (oder Konzerten) geläutet werden. Wenn Sie also dieses Geläut hören:
wissen Sie, es ist wieder Gottesdienst (oder ein Konzert) in der Bethlehem-Kirche.